Gleiserweiterung Rhein-Ruhr-Express (RRX)

Der RRX bringt auch Leverkusen in Fahrt

Der für den Betrieb notwendige Ausbau im Bereich Leverkusen-Wiesdorf beginnt noch in 2019 und umfasst neben dem zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke den Umbau des Haltepunktes Leverkusen-Mitte.
Bauherr / InvestorDeutsche Bahn AG
Baubeginn2019
Fertigstellung / Inbetriebnahmevoraussichtl. 2023

Die neuen, zusätzlichen Gleisanlagen für schnelle Züge mit modernem Design, hohen Ausstattungsstandards, erweiterten Kapazitäten und geringeren Emissionen werden das Angebot auf der Schiene zwischen Köln, Leverkusen, Düsseldorf und Dortmund deutlich verbessern: Davon profitieren allein acht Millionen Menschen, die in den Städten mit RRX-Halt leben – und damit gut 45 Prozent der Bevölkerung in NRW. Auch Leverkusen gehört dazu.

190924 ZOB Bahnhofsgebäude

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist ein System beschleunigter Regionalzüge, die den Metropolraum Rhein-Ruhr im 15-Minuten-Takt bedienen sollen. Die Züge werden das bestehende Angebot im Nahverkehr deutlich verbessern und dabei eine Verlagerung von Pkw-Fahrten auf die Schiene bewirken.

Der RRX verkehrt seit Dezember 2018 mit neuen Fahrzeugen, die bis Ende 2020 die bisherigen auf den bestehenden RE-Linien ersetzen.  Der 15-Minuten Takt ist aber erst nach einem massiven Ausbau der Infrastruktur möglich. Der für den Betrieb notwendige Ausbau im Bereich Wiesdorf umfasst den zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke und erfordert den Umbau des Haltepunktes Leverkusen Mitte. Der Bau des zusätzlichen Gleises bringt eine Neustrukturierung des vorhandenen Zentralen Omnibusbahnhofes sowie der angrenzenden Infrastruktur mit sich. Das Bahnhofsgebäude wird abgerissen. Der Neubau eines Empfangsgebäudes erfolgt nicht durch die Deutsche Bahn AG, die notwendigen Einrichtungen sollen in einem durch Dritte zu errichtenden Neubau integriert werden. Für die Umsetzung sind drei Bauphasen erforderlich.

Zur Vorbereitung der Bauphase 2, in der die Neustrukturierung der Gleisanlagen sowie der Umbau des Bahnhofs erfolgen, muss der ZOB verlagert und grundlegend umgestaltet werden. Anschließend kann mit dem Bau des zusätzlichen S-Bahn-Gleises begonnen werden. Während der bisherige S-Bahn-Außenbahnsteig zum Mittelbahnsteig ausgebaut wird und einen zusätzlichen Zugang zum ZOB (neben der bestehenden Treppe in südlicher Richtung eine zusätzliche Treppe im nördlichen Bereich) erhält, sorgen drei neue Aufzüge für einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen, u. a. im Westen in Richtung Stadtmitte.

Im Bereich des Bahnhofs Leverkusen Mitte ist mit der Baumaßnahme für den RRX im Oktober 2019 mit vorbereitenden Arbeiten in der Heinrich-von-Stephan-Straße begonnen worden. Der Umbau rund um den Bahnhof erfolgt in enger Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Leverkusen.

Der Rhein-Ruhr-Express soll die Mobilität der Reisenden und Pendler im Ruhrgebiet, Rheinland und in Westfalen sicherstellen. Eines der wichtigsten Eisenbahninfrastrukturprojekte in NRW wird das Angebot auf der Schiene nach dem Ausbau der Gleise deutlich verbessern. Als erster Baustein sind seit Ende 2018 die ersten neuen Züge auf der Linie RE 11 (RRX) auf die Strecke gegangen. Mit ihrem modernen Design, hohen Ausstattungsstandards und zusätzlichen Sitzplätzen machen sie Fahrten im Regionalverkehr komfortabler – besonders auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

In den Regelbetrieb startet der RRX nach dem erfolgreichen Umbau der Infrastruktur, der noch einige Jahre dauern wird. Dann verknüpfen sieben Linien die Metropolen des Landes. Zwischen Köln und Dortmund wird nach dem Ausbau der Schienenwege alle 15 Minuten ein RRX für optimale Verbindungen durchs Land sorgen: Davon profitieren allein 8 Millionen Menschen, die in Städten mit RRX-Halt leben – und damit gut 45 Prozent der Bevölkerung in NRW. Die Weiterführung der Linien in andere Landesteile wie das Münsterland und Ost-Westfalen-Lippe sorgt dafür, dass die Menschen hier in Zukunft noch besser und pünktlicher ans Ziel kommen. Zusätzlich ermöglicht die Modernisierung von zahlreichen Bahnhöfen und Stationen in NRW ein angenehmeres Reisen. Auch Reisende in Rheinland-Pfalz und Hessen können sich auf den RRX freuen, denn einzelne Linien fahren bis nach Koblenz und Kassel.

Ziele

Der Umbau des Bahnhof-/Busbahnhofareals als neues Eingangstor in die Stadtmitte ist der zentrale Baustein im Integrierten Handlungskonzept Wiesdorf. Ziel der Gesamtplanung ist neben der verkehrlichen Optimierung mit einem modernen, umweltgerechten, schnellen und städtebaulich integrierten Nahverkehr auch die gestalterische und funktionale Aufwertung des Bahnhofsumfeldes unter Einbindung der benachbarten städtischen Kulturstätte „Forum“ mit dem weitläufigen Forumsvorplatz. Aufgrund der direkten Anbindung an die Innenstadt mit Fußgängerzone besteht hier ein hoher städtebaulicher Gestaltungsanspruch. Das Bahnhofsquartier soll so zum attraktiven Kristallisationspunkt werden, von dem die Innenstadt wie auch die Gesamtstadt profitieren.

Ausgelöst durch den Gleisneubau für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), einem der wichtigsten deutschen Eisenbahninfrastrukturprojekte, der künftig auch in Leverkusen hält, wird die Neugestaltung in drei Bauphasen umgesetzt.

1: Busbahnhof

Aufbauend auf den Planungen rund um den Bahnhof des Ingenieurbüros ISAPLAN, Leverkusen und dem Rahmenkonzept Bahnhof Leverkusen Mitte des Büros HJPplaner, Aachen wird derzeit der ZOB umgebaut. Der Zugang zu den Bussen ist mit einem taktilen Leitsystem für sehbehinderte Menschen ausgestattet. Sämtliche Nutzungen des modernen Busbahnhofs werden unter einem Dach vereint, welches von den Architekten Pahl + Weber-Pahl, Darmstadt mit dem Ingenieurbüro OSD, Frankfurt geplant wurde. Der gesamte ZOB wird zum Fahrplanwechsel 2019/2020 in Betrieb gehen.

Zum Projekt Umbau Busbahnhof

2: RRX-Gleisanlagen

Die neuen, zusätzlichen Gleisanlagen für schnelle Züge mit modernem Design, hohen Ausstattungsstandards, erweiterten Kapazitäten und geringeren Emissionen werden das Angebot auf der Schiene zwischen Köln, Leverkusen, Düsseldorf und Dortmund deutlich verbessern: Davon profitieren allein acht Millionen Menschen, die in den Städten mit RRX-Halt leben – und damit gut 45 Prozent der Bevölkerung in NRW. Die Deutsche Bahn AG hat mit der Maßnahme in Leverkusen in 2019 begonnen und wird diese voraussichtlich in 2023 abschließen.

3: Mobility Hub & Bahnhofsgebäude

Dem Fahrrad gehört die Zukunft der städtischen Mobilität: Mit dem zukunftsweisenden Mobilitätszentrum (Mobility Hub) sieht die Planung ein Fahrradparkhaus mit bis zu 700 Kurz- und Dauerstellplätzen inkl. E-Ladestationen, Service- und Verleihangeboten sowie P&R und Carsharing vor – eingebettet ist ein gut ausgebautes innerstädtisches und regionales Radwegenetz. Das Gebäude wird ab dem Jahr 2023 umgesetzt.

Zum Projekt Mobility Hub

Mit dem Bahnhofsneubau am Standort Leverkusen-Mitte besteht für die Stadt die Chance, die Eingangssituation dieses überregionalen Verkehrsknotenpunktes in die City Leverkusen attraktiv und qualitätsvoll zu entwickeln. Mit Serviceangeboten und bahnaffinen Nutzungen (Kiosk/Café, Buchhandlung, Kartenautomaten, Shops etc.) im EG sowie Büronutzungen in den Obergeschossen soll das Gebäude den neugestalteten Bahnhofsplatz räumlich fassen und als Orientierungspunkt Akzente ausbilden. Für das Bahnhofsgebäude werden private Investoren gesucht, die Umsetzung ist ebenfalls ab 2023 möglich.

Zum Projekt Neubau Bahnhofsgebäude

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