Neubau Mobility Hub

Mehr als ein modernes Fahrradparkhaus

AKTUELL: Studentischer Wettbewerb zum Bahnhofsquartier
Der Mobility Hub liegt zwischen dem Haltepunkt von Rhein-Ruhr-Express (RRX), Regional- und S-Bahn und dem zentralen Busbahnhof Leverkusen City. Eingebettet ist er in ein gut ausgebautes innerstädtisches und regionales Radwegenetz.

Dem Fahrrad gehört die Zukunft der städtischen Mobilität: Mit dem Mobilitätszentrum (Mobility Hub) sieht die Planung ein Fahrradparkhaus mit bis zu 700 Kurz- und Dauerstellplätzen inkl. E-Ladestationen, Service- und Verleihangeboten sowie P&R und Carsharing vor – eingebettet in ein gut ausgebautes innerstädtisches und regionales Radwegenetz.

 

AKTUELL:
Im Sommersemester 2021 fand ein studentischer Wettbewerb in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, statt. Masterstudierende haben Ideen und Visionen für das Bahnhofsquartier Leverkusen-Mitte entworfen. Die Ergebnisse finden Sie auf dieser Projektseite.

 

Basics

NutzungMobilität, Fahrradparkhaus, Reparatur- und Verleihservice, weitere fahrradaffine Angebote
ArchitektPahl + Weber Pahl, Darmstadt
Volumenrd. 3,4 Mio. €
Baubeginn2023

Die Abschnitte der zukünftigen RRX-Kernstrecke gehören zu den landesweit nachfragestärksten Schienenstrecken. Seit 2010 bis 2016 ist die Nutzung um ca. 23 % gestiegen. Die aktuelle Fahrgastzahlenprognose der Deutschen Bahn für den RRX geht von einer weiteren erheblichen Steigerung aus. Auf Grundlage des stadtweiten Mobilitätskonzeptes soll der Umweltverbund (ÖPNV, Rad-, Fußverkehr) gestärkt werden und so eine Verkehrswende herbeiführen. Der ÖPNV soll dabei einen Anteil von mindestens 20 Prozent erhalten.

Daher hat sich die Stadt Leverkusen das ambitionierte Ziel gesetzt, neben den reinen Umsteigebeziehungen zwischen Bus und Bahn ein modernes Mobilitätszentrum, einen Mobility Hub, zu errichten und zu betreiben. Der Mobility Hub soll in der dritten Bauphase zwischen ZOB und neuem RRX-Gleis entstehen.

Vorgesehen sind:

  • Bau eines multifunktionalen Fahrradparkhauses mit bis zu 700 Einstellplätzen mit modernem Buchungs- und Leitsystem
  • Verlängerung der Fußwegeunterführung im Zuge des RRX-Ausbaus um eine kreuzungsfreie Radweganbindung längs der Gleise
  • Anbindung des Fahrradparkhauses über Rampen, Ausstattung mit geschlossenen Boxen und offenen Einstellboxen, teils in Doppelparkerausführung
  • Errichtung einer öffentlichen WC-Anlage (Unisex/Beh.-WC/Abstell-/Technikraum)
  • Integrierte Wartezonen mit WLAN-Ausstattung für den Fernbusverkehr
  • Notwendige bauliche Anschlussarbeiten an den Bestand

Weitere mögliche Angebotsformate, wie z. B. ein Verleih- und Reparaturservice oder Convenience-Angebote (Kiosk, etc.) sollen in einer Bedarfs- und Machbarkeitsstudie inklusive möglicher Betriebskonzepte eruiert werden.

Die Stadt Leverkusen verspricht sich von der Neukonzeption eine attraktive Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger und eine qualifizierte Anbindung für Radfahrer. Dies insbesondere mit dem Ziel einer Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs hin zur Rad- und ÖPNV-Nutzung. Darüber hinaus sollen die Ausstattung und Multifunktionalität eine sichere Nutzung mit hoher Akzeptanz bieten. Das Gebäude soll ab dem Jahr 2023 umgesetzt werden.

Ziele

Der Umbau des Bahnhof-/Busbahnhofareals als neues Eingangstor in die Stadtmitte ist der zentrale Baustein im InHK Wiesdorf. Ziel der Gesamtplanung ist neben der verkehrlichen Optimierung mit einem modernen, umweltgerechten, schnellen und städtebaulich integrierten Nahverkehr auch die gestalterische und funktionale Aufwertung des Bahnhofsumfeldes unter Einbindung der benachbarten städtischen Kulturstätte „Forum“ mit dem weitläufigen Forumsvorplatz. Aufgrund der direkten Anbindung an die Innenstadt mit Fußgängerzone besteht hier ein hoher städtebaulicher Gestaltungsanspruch. Das Bahnhofsquartier soll so zum attraktiven Kristallisationspunkt werden, von dem die Innenstadt wie auch die Gesamtstadt profitieren.
Ausgelöst durch den Gleisneubau für den Rhein-Ruhr-Express (RRX), einem der wichtigsten deutschen Eisenbahninfrastrukturprojekte, der künftig auch in Leverkusen hält, wird die Neugestaltung in drei Bauphasen umgesetzt.

1: Der Busbahnhof

Basierend auf den Planungen rund um den Bahnhof des Ingenieurbüros ISAPLAN, Leverkusen und dem Rahmenkonzept Bahnhof Leverkusen Mitte des Büros HJPplaner, Aachen wird derzeit der ZOB umgebaut. Der Zugang zu den Bussen ist mit einem taktilen Leitsystem für sehbehinderte Menschen ausgestattet. Sämtliche Nutzungen des modernen Busbahnhofs werden unter einem Dach vereint, welches von den Architekten Pahl + Weber-Pahl, Darmstadt mit dem Ingenieurbüro OSD, Frankfurt geplant wurde. Der neue ZOB wird zum Fahrplanwechsel 2019/2020 in Betrieb gehen.

Zum Projekt Umbau Busbahnhof

2: RRX-Gleisanlagen

Die neuen, zusätzlichen Gleisanlagen für schnelle Züge mit modernem Design, hohen Ausstattungsstandards, erweiterten Kapazitäten und geringeren Emissionen werden das Angebot auf der Schiene zwischen Köln, Leverkusen, Düsseldorf und Dortmund deutlich verbessern: Davon profitieren allein acht Millionen Menschen, die in den Städten mit RRX-Halt leben – und damit gut 45 Prozent der Bevölkerung in NRW. Die Deutsche Bahn AG hat mit der Maßnahme in Leverkusen in 2019 begonnen und wird diese voraussichtlich in 2023 abschließen.

Zum Projekt Gleiserweiterung

3: Mobility Hub & Bahnhofsgebäude

Dem Fahrrad gehört die Zukunft der städtischen Mobilität: Mit dem zukunftsweisenden Mobilitätszentrum (Mobility Hub) sieht die Planung ein Fahrradparkhaus mit bis zu 700 Kurz- und Dauerstellplätzen inkl. E-Ladestationen, Service- und Verleihangeboten sowie P&R und Carsharing vor – eingebettet ist ein gut ausgebautes innerstädtisches und regionales Radwegenetz. Das Gebäude soll ab dem Jahr 2023 umgesetzt werden.

Mit dem Bahnhofsneubau am Standort Leverkusen-Mitte besteht für die Stadt die Chance, die Eingangssituation dieses überregionalen Verkehrsknotenpunktes in die City Leverkusen attraktiv und qualitätsvoll zu entwickeln. Mit Serviceangeboten und bahnaffinen Nutzungen (Kiosk/Café, Buchhandlung, Kartenautomaten, Shops etc.) im EG sowie Büronutzungen in den Obergeschossen soll das Gebäude den neugestalteten Bahnhofsplatz räumlich fassen und als Orientierungspunkt Akzente ausbilden. Für das Bahnhofsgebäude werden private Investoren gesucht, die Umsetzung ist ebenfalls ab 2023 möglich.

Zum Projekt Neubau Bahnhofsgebäude

Der Wettbewerb

Der Bahnhof Leverkusen-Mitte und sein Umfeld befinden sich im Umbruch: Der neue zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) wurde bereits im Jahr 2020 fertiggestellt, die Arbeiten im Zuge des Rhein-Ruhr-Express (RRX) -Gleisausbaus laufen auf Hochtouren. Wie überdies ein neues Bahnhofsquartier mit Bahnhofsgebäude und Fahrradparkhaus aussehen könnte, das zeigt ein studentischer Wettbewerb, der im Sommersemester 2021 in Kooperation mit der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts, durchgeführt wurde.

Insgesamt 18 Masterstudentinnen und -studenten haben sich mit dem Bahnhofsbereich Leverkusen-Mitte beschäftigt. In Zweierteams entstanden neun Entwürfe, die zeigen wie ein Ensemble aus Fahrradparkhaus und multifunktionalem Bahnhofsgebäude am Bahnhof Leverkusen-Mitte aussehen könnte.  Diese studentischen Entwürfe stellen keine Entwurfsplanung für eine bauliche Umsetzung dar. Sie liefern neue und innovative Ideen und zeigen eine Richtung auf, in die die Stadtentwicklung an dieser Stelle gehen sollte.

In der Dokumentation des Wettbewerbs sind Aufgabenstellung, alle Entwürfe sowie das Ergebnis der Jurysitzung dokumentiert. Unter Downloads sind weitere Informationen zu den Entwürfen zu finden.

Ausstellung:
Die Entwürfe der neun Teams werden vom 01. bis zum 26. November ausgestellt.
Ort: Foyer des Elberfelder Hauses in der Hauptstraße 101, 51373 Leverkusen
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 08:00 bis 13:00 Uhr und Mo. – Do. 13:30 bis 16:00 Uhr

 

 

Jurysitzung & Preisträger

Im August 2021 fand eine Jurysitzung statt, in der die Preisträger ausgewählt wurden. Die Jury bestand aus Seminarleiter Prof. Robert Niess, Hochschule Düsseldorf, Baudezernentin Andrea Deppe, Stefan Karl, Fachbereichsleiter Stadtplanung, Brigitte Prämaßing, Abteilungsleiterin Straßen- und Verkehrsplanung im Fachbereich Tiefbau und Brigitte Lenz, Fachbereich Gebäudewirtschaft, Abteilung Neubau/Hochbau.

Weil die Arbeiten allesamt eine so hohe Qualität hatten, wurde in einer ersten Beratungsrunde keine Arbeit ausgeschlossen. Vier Arbeiten wurden in der zweiten Beratungsrunde in die engere Auswahl genommen und darunter Reihenfolge und Platzierung abgestimmt, zwei Arbeiten teilen sich den 3.Platz.


1. Platz: Lea Möhlen und Phil Graalmann
Der Entwurf überzeugt insbesondere durch das Aufgreifen der ovalen Formgebung des ZOB. Die korrespondierende Formsprache zeigt, wie ein ganzheitliches, zusammenhängendes und als solches auch optisch wahrnehmbares Bahnhofsquartier entstehen kann. Neben der offiziellen Anerkennung bekommen die Preisträger 250 Euro und einen Forum-Gutschein im Wert von 100 Euro.

2. Platz: Johanna Foth und Marina Jungermann
Das Bahnhofsgebäude öffnet mit einer eine stark inszenierten Eck-Eingangssituation in Richtung des ZOB. Das Fahrradparkhaus wiederum ist eingelassen in einen begehbaren begrünten Hügel. Die Gebäude haben jeweils für sich einen sehr hohen Wiedererkennungswert und verleihen dem Ort eine ökologische Identität. Die Preisträger bekommen 200 Euro sowie einen Forum-Gutschein im Wert von 75 Euro.

2. Platz

3. Platz: Miriam Rosteck und Oguzhan Dilbirligi
Besonderes Merkmal dieses Entwurfs ist die Betonung des Themas Nachhaltigkeit durch die Fassadenbegrünung des Fahrradparkhauses. Der Entwurf unterscheidet in Höhe, Fassade und Funktion zwischen Bahnhofsgebäude und Fahrradparkhaus, wodurch eine klare städtebauliche Struktur gelingt. Die Preisträger bekommen 150 Euro sowie einen Forum-Gutschein im Wert von 50 Euro.

3. Platz

3. Platz: Silvia Burazin und Louisa Heinrich
Der Entwurf zeichnet sich dadurch aus, dass er sich in hohem Maße sowohl funktional als auch städtebaulich in die Umgebung einfügt. In Kombination mit unterschiedlichen Transparenzen der Fassaden sind sehr klare Wegeverbindungen und nachvollziehbare Orientierungswege erkennbar. Die Preisträger bekommen ebenfalls 150 Euro sowie einen Forum-Gutschein im Wert von 50 Euro.

3. Platz

Alle Entwürfe

Möhlen u. Graalmann -- 1. Platz

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Möhlen & Graalmann (PDF, 7MB)

 

 

 

 

Jungermann u. Foth -- 2. Platz

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Jungermann & Foth (PDF, 14 MB)

 

 

 

 

Rosteck u. Dilbirligi -- 3. Platz

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Rosteck & Dilbirligi (PDF, 3 MB)

 

 

 

 

 

Burazin u. Heinrich -- 3. Platz

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Burazin & Heinrich (PDF, 8 MB)

 

 

 

 

 

Kimmel u. Hertel

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Kimmel & Hertel (PDF, 10 MB)

 

 

 

 

Beck u. Greven

 

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Beck & Greven (PDF,21 MB)

 

 

 

 

Büdenbecker u. Hölk

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Büdenbecker & Hölk (PDF, 5 MB)

 

 

 

 

 

Königs u. Hotze

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Königs & Hotze (PDF, 9 MB)

 

 

 

 

Hugler u. Hamidavian

 

 

 

A0 Erläuterungsplan Hugler & Hamidavian (PDF, 82 MB)

Downloads

Dateidownload
Aufgabenstellung, Entwürfe der neun Teams, Ergebnis der Jurysitzung

190924 ZOB Bahnhofsgebäude

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